Menschen mit Multipler Sklerose betreuen

Autor(en): Danica Peters

Multiple Sklerose (MS) – oder auch Encephalomyelitis disseminata – ist eine chronische Autoimmunerkrankung des zentralen Nervensystems. Die Abkürzung steht nicht für „Muskelschwund“, wie von Laien häufig angenommen. Es ist auch nicht so, dass die Muskeln wirklich verschwinden. Nervenzellen entzünden sich und das hat verschiedene Auswirkungen. Die Ursache ist bis heute nicht geklärt. In Deutschland sind ca. 130.000 Menschen betroffen, davon etwa 3-mal häufiger Frauen als Männer. Der Krankheitsbeginn liegt meist zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr. 
Die Auswirkungen sind vielfältig. Sehstörungen, Missempfindungen der Haut und Lähmungen sind nur ein Teil davon. Am häufigsten ist der schubförmige Verlauf von MS. Um MS zu diagnostizieren, werden in der Regel eine Magnetresonanztomografie (MRT) und eine Liquor-Punktion vorgenommen. MS ist bislang nicht heilbar und verläuft bei jedem Erkrankten anders. Daher ist es auch kaum möglich, den Krankheitsverlauf wirklich vorherzusagen.

Die Behandlung besteht darin, die Anzahl der einzelnen Schübe zu vermindern. Während eines Schubes wir die Entzündung mit einer Kortisonstoßtherapie behandelt. Die weitere Therapie orientiert sich an den Beschwerden des Erkrankten und kann aus Logopädie, Ergotherapie, Physiotherapie, Psychotherapie und/oder einer symptomatischen medikamentösen Therapie bestehen.

Ausgabe 2, 2019 Artikel lesen

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